Der Heilige Geist und seine Gaben

Auszug aus: Kongregation für die Glaubenslehre

 

Instruktion über die Gebete um Heilung durch Gott:

 

„Wie bereits erwähnt, erweitern das Ende des Markusevangeliums wie auch der Galaterbrief den Horizont und beschränken die wunderbaren Heilungen nicht auf die Tätigkeit der Apostel und einige Verkünder des Evangeliums, denen eine herausragende Bedeutung bei der ersten Missionierung zukommt. Unter diesem Gesichtspunkt sind die Hinweise auf die „Heilungs-Charismen“ (vgl. 1Kor12,9.28.30) besonders wichtig. Die Bedeutung des Wortes Charisma ist an sich sehr weit; ein Charisma ist eine „frei geschenkte Gabe“, im genannten Fall geht es um „Gaben, Krankheiten zu heilen“. Diese Gnadengaben werden einem einzelnen zugeteilt (vgl. 1Kor12,9), sie werden also nicht verstanden als Heilungen, die ein jeder der Geheilten für sich selbst erlangt hat, sondern als eine Gabe, die einer Person gegeben ist, um Heilungsgnaden für andere zu erwirken. Diese Gabe wird verliehen in dem „einen Geist“, wobei nicht näher bestimmt wird, wie diese Person die Heilungen erwirkt. Man kann davon ausgehen, dass dies durch das Gebet geschieht, vielleicht begleitet durch eine symbolische Geste.“

(Quelle:www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20001123_istruzione_ge.html)

 

 

Verfasst von Kardinal Ratzinger, damaliger Vorsitzender der Glaubenskongregation im Vatikan

 

Dies ist eine Absage an alle Weltpriester, die meinen, nur durch ihre Hände käme die Gnade des Heiligen Geistes. Nein, sie ist für uns alle bestimmt.

 

Wir müssen noch nicht einmal die Hände auflegen. Heilung geschieht im tiefsten Herzensgrund auf höchster Göttlicher Ebene. Diesen Bewusstseinszustand herzustellen muss ein Heiler in der Lage sein. Dieses Geheimnis offenbart Jesus Christus seinen wahren NachfolgerInnen, das hat mit Kirche nichts zu tun.

 

 

Monika Petry

Heilen im Geist der Liebe

 

Pfingsten 2014