Der Weg zum Licht (Growing into Light), Max F. Long


DER WEG ZUM LICHT

 (Growing into Light)

 

Ein persönlicher Führer,

die HUNA-Methode auszuüben

 

von Max Freedom Long

 

 

Monika Petry

(Übers., Hrsg.)

 

 

Philothea-Verlag

 


„Es ist ein Prozess,

in Gott,

wie Er sich in dieser Welt um uns herum darstellt,

einzutauchen,

anstatt in Ihn in einem fernen Himmel,

wo Er reiner Geist ist,

einzutreten.“

 

Max Freedom Long

 


 Vorwort

 

Schon während meiner Huna-Ausbildung stieß ich auf die Rohüberset-zung von „Growing into Light“ von Max Long, die mir als professionelle Übersetzerin nicht genügte. Ich habe sie überarbeitet, so weit wie mög-lich dem Original von 1955 wieder angepasst, damit die Aka-Schnüre zu Max Freedom Long weitestgehend rein sind und in dem Huna-Licht leuchten können, und gebe nun das Buch heraus, um sein Erbe im deutschsprachigen Raum zu komplettieren.

 

Derzeit ist auch die Übersetzung der Bulletins, die Max F. Long von 1948 bis 1970 für die Huna-Forschungsmitglieder veröffentlicht hatte, in Arbeit, nachdem Ende 2015 das amerikanische Huna-Forschungszentrum sowie Huna-Europe in Zürich nach dem Ableben von Dr. E. Otha Wingo bzw. Henry Krotoschin geschlossen wurden.

 

Ich wünsche allen Anhängern von Max Freedom Long viel Freude bei dem Aufpolieren ihres Glaubensspiegels im

 

Huna-Licht der Liebe

 

Monika Petry

(Übers., Hrsg.)

Mai 2016

 


Inhalt

 

1 Den Spiegel des Glaubens polieren

2 In den Strom eintauchen

3 Die Einheit, die wir verlassen haben

4 Die Einheit wiederherstellen

5 Die Aufgabe des unteren Selbstes beim Gebet

6 Wie man zum „Wissen“ kommt

7 Liebe

8 Den Pfad zum Licht öffnen

9 Worum man im Gebet bitten darf

10 Die Pumpe anwerfen

11 Die Angst und wie man sie überwindet

12 Der „letzte Feind“

13 Dogmen, die der Religion hinzugefügt wurden

14 Das Problem des Bösen

15 Der Atem des Lebens

16 Zwischenmenschliche Beziehungen

 


 Einführung

 

 

Dieses Buch wurde für das besondere und sehr allgemeine Bedürfnis derjenigen geschrieben, die das erst vor kurzem wiederentdeckte Wissen des alten HUNA-Systems praktisch anwenden wollen. Dieses Bedürfnis wurde in einem Brief, den ich erhielt, so gut ausgedrückt, dass ich ihn hier wiedergeben will:

 

Lieber Herr Long,

 

mit großem Interesse habe ich den Fortschritt verfolgt, den die Wieder-entdeckung des Huna-Systems gemacht hat. 1948 habe ich Ihr grund-legendes Buch „The Secret Science Behind Miracles“ (Geheimes Wissen hinter Wundern, Anm. Übers.) gelesen. Ich habe alle Ihre bis dahin herausgegebenen HRA-Bulletins (Veröffentlichungen für die HUNA-Forschungsmitglieder, Anm. Übers.) gelesen. 1953 erhielt und las ich Ihr Buch „The Secret Science at Work“ (Huna-Magie, Kahuna-Weisheit, Anm. Übers.), das über die Neuentdeckungen und die Tests berichtet, die Sie und die Mitglieder gemacht haben, und die Ergebnisse, die dabei herausgekommen sind.

  Nach und nach beschloss ich, mein ganzes Leben zu ordnen, täglich ein paar Minuten über die Huna-Lehre nachzudenken und sie zu praktizie-ren. Aber ich habe das Gefühl, als könnte ich Lesen und Praxis nicht gestalten und anwenden. Ich brauche Führung und Hilfe. Könnten Sie nicht für mich und andere, denen es ähnlich geht, ein einfaches Buch mit täglichen Übungen schreiben? Könnten Sie es vielleicht so gestalten, dass ich mich, wenn ich ein wenig Zeit übrig habe, hinsetzen und das Buch dort weiterlesen kann, wo ich tags zuvor aufgehört habe?

   Ich brauche etwas, das mein Gedächtnis in Bezug auf Huna und seine Anwendungen auffrischt. Und könnten Sie einige einfache Übungen – die Sie als nützlich herausgefunden haben – vorschlagen, damit ich immer tiefer in Huna eindringen kann? Ich glaube, wir brauchen alle einen Huna-Leitfaden, etwas sehr Einfaches, das trotzdem unseren Geist beeindruckt, damit wir immer intensiver die alten Wahrheiten behalten und sie im Laufe der Zeit immer besser anwenden können.

  Schreiben Sie doch bitte ein kleines Buch, und sprechen Sie frei zu Ihrem Leser in dem Bewusstsein, dass er Ihre anderen Bücher kennt und mit den Huna-Überlieferungen vertraut ist. Und wenn Sie etwas erklären müssen, um einen neuen Leser nicht im Unklaren zu lassen, dann wird dies sicher ein guter Rückblick für uns alle sein.

   Teilen Sie mit uns die kleinen, einfachen Dinge, die Ihnen geholfen und Sie während der langen Jahre Ihrer Forschung und Ihres Studiums inspi-riert haben, die Ihnen all die Einsichten in Huna und solches Vertrauen in die Richtigkeit und Wirksamkeit der Huna-Glaubensvorstellungen gegeben haben.

   Öffnen Sie uns Ihr Herz und Ihren Geist. Sagen Sie alles, was Ihnen Ihr Herz diktiert. Lassen Sie uns an allem teilhaben, das Ihr Vertrauen so unerschütterlich lebendig gehalten hat. Helfen Sie uns, ins Licht zu wachsen.

 

M.W.T.

 

***

 

Nachdem ich einige Zeit darüber nachgedacht hatte, schrieb ich folgenden Antwortbrief:

 

Lieber M.W.T.,

 

ich sehe die Notwendigkeit Ihrer Anfrage ein. Wir sind alle so beschäftigt und von unseren Gewohnheiten geprägt, dass wir dazu neigen, in alte Gedanken- und Glaubensgewohnheiten zurückzufallen, vielleicht sogar vergessen, was wir gelernt haben, und wieder den alten, fruchtlosen Kreislauf eines unorganisierten inneren Lebens aufnehmen.

  Ich glaube, Sie brauchen das, was die meisten von uns von Zeit zu Zeit bei unserer Annäherung an Huna benötigen. Es ist etwas, das unser unteres Selbst ebenso wie unser mittleres Selbst dazu bringt, täglich im Huna-Denken Fortschritte zu machen. Dies bedeutet, die großen Wahr-heiten aufzunehmen und sie schrittweise anzuwenden, so dass sie in wenigen Monaten ein Teil von uns werden.

  Ja, ich möchte sehr gerne mit Ihnen die Gedanken und Ideen teilen, die mir geholfen haben, in Huna hineinzuwachsen. Ich werde Ihnen die Übungen und Affirmationen, die ich benutzt habe, weitergeben und auch versuchen, alles einfach auszudrücken – aber das wird schwierig sein. Nur die wirklich Großen waren in der Lage, eine Simplizität zu erlangen, und zu denen gehöre ich nicht. Dennoch habe ich gelernt, wenn ich auch nur einem Hauch von langen Wörtern, Argumenten und der Anmaßung von höherer Weisheit begegne, dass dann der Autor, der die Verwegenheit hat, sich als Lehrer auszugeben, nur zu oft weit davon entfernt ist, groß zu sein.

 

Es ist nicht leicht, große Ideen, die die erleuchteten Weisen alter Zeiten uns als Erbe hinterlassen haben, in einfachen Worten zu vermitteln. Gerade die größten Weisheiten haben gewöhnlich eine doppelte oder dreifache Bedeutung. Sie sind geheim, mit einer oberflächlichen Bewandtnis für Menschen mit sehr einfachem Gemüt. Sie können eine tiefere Wahrheit für diejenigen beinhalten, die weiter entwickelt sind. Und sehr oft gibt es eine tiefe, innere Essenz, die verschleiert und verborgen ist, so dass die weiter Fortgeschrittenen gezwungen sind, all ihre Verstandeskraft und Intuition einzusetzen, um sie zu verstehen.

  Zweifellos gibt es viele verschleierte Andeutungen, die ich bisher noch nicht weiß. Die Arbeit an dieser Suche, der ich mich gewidmet habe, schreitet weiter fort. Aber ich werde mein Bestes tun, die Dinge, die ich jetzt weiß, zu teilen und dabei das, worüber ich nur teilweise Klarheit habe, nicht zurückzuhalten, denn ganz besonders sie haben mir den Kick innerer Unruhe gegeben, durch den Inspiration entsteht. Ich werde meine Hoffnungen und Freuden – so gut ich kann – mit Ihnen teilen, und wenn ich Sie mit Spekulationen langweile, die sich in meine Ausfüh-rungen einschleichen, werden Sie mich hoffentlich verstehen und mir vergeben.

  Um eines aber will ich Sie bitten: Denken Sie immer daran, dass ich kein Lehrer bin und das, wovon ich jetzt meine, es sei das letzte Wort wahren Verstehens, später verändert werden könnte, wenn wir in der Forschung weitergekommen sind. Ich bin ein Student, und ich versuche, mit Ihnen zu teilen, was ich gelernt habe und was ich lerne – was ich als eine leuchtende Vision von Dingen, die noch im Lauf der Zeit erkannt werden können, erahne.

 

Max Freedom Long