PHILOTHEA-VERLAG


HUNA für Kinder - Wie alles erschaffen wurde

Auszug aus den Huna Vistas Bulletins

Max Freedom Long - Übers. Monika Petry

Jetzt auch als Großdruck erhältlich!

Veröffentlicht am 26.07.2016, Format: Taschenbuch, 144 Seiten, Sprache: Deutsch

Softcover: ISBN: 978-3-7418-3403-5

Hardcover: ISBN: 978-3-7418-3404-2

Ebook: ISBN: 978-3-7418-5777-5

Softcover-Großdruck: ISBN: 978-3-7450-4924-4

Hardcover-Großdruck, ISBN: 978-3-7450-4925-1

 


Überall im (Online)-Buchhandel erhältlich

sowie im Philothea-Shop


Huna für Kinder - Max F. Long

Max F. Long schrieb eine liebenswerte Geschichte im Februar 1967 in dem Huna Vistas Bulletin Nr. 76 - 'HUNA für Kinder, Wie alles erschaffen wurde.' In dieser Geschichte erklärt er die Grundlagen von HUNA in der Schöpfung des Universums und aller Kreaturen. Er beginnt diese Geschichte wie folgt:

 

 

Erster Schritt

 

Die besten Geschichten von allen sind jene, die davon erzählen, wie wir entstanden sind, und auch die Tiere, Vögel, Insekten und sogar die Blumen. Es ist ebenso lustig zu hören, wie so etwas wie die Wolken und der Regenbogen erschaffen wurden.

 

Zu Beginn vor sehr langer Zeit gab es keine Welt. Es gab weder Tiere noch Menschen und noch nicht einmal die Sterne im Himmel. Aber überall da, wo die Sterne, die Welt, die Sonne und der Mond hinkommen sollten, da war Gott.

   Nun, Gott ist so groß, dass sich Seine tatsächliche Größe niemand vorstellen kann, und wenn ich die Geschichte der Schöpfung erzähle (die davon spricht, wie alles entstanden ist), dachten die Menschen früher an Gott als einen sehr weisen und strengen Mann, und sie nannten Ihn „Vater“ und behaupteten, Er lebe im Himmel.

   Das Seltsame bei Gott ist, dass Er unsichtbar ist, das bedeutet, niemand kann Ihn sehen. Er hat keinen Körper wie wir, sondern besteht aus der Substanz, woraus unsere Gedanken gemacht sind. Wir nennen sie „Gedanken-Substanz“ oder „Selbst-Substanz“, weil sogar die Leute wussten, dass sie 'sie selbst' sind, ohne ihre Körper ablehnen zu müssen. (Dir und mir sowie den ganzen Geschöpfen wurde ein Stück der Gedanken-Substanz gegeben, so dass wir sicher sein können, dass wir lebendig und Gottes Kinder sind).

 

Sollte es dir schwerfallen, dir Unsichtbares vorzustellen, könntest du ein kleines Spiel spielen, wie Jack und Jill es vor langer Zeit taten. (Vielleicht kennst du ihre Geschichte, aber ein Teil davon war geheim und wurde nicht in den Büchern veröffentlicht. Nun erfährst du den geheimen Teil.):

 

Jack und Jill spielten; Jill hatte ihre Buntstifte mit einem Blatt Papier auf einem Tisch liegen und zeichnete Bilder. Jack versuchte, ihr das Geheimnis zu erklären. Er benutzte die Gedanken-Substanz in seinem Kopf, um einen guten Gedanken herzustellen und sprach zu Jill:

   „Ich habe einen Gedanken hergestellt. Sag mir, ob du ihn sehen, fühlen, hören oder schmecken kannst.“

   „Da gibt es nichts zu sehen“, antwortete Jill nach einer Minute. Sie fühlte sich in die Luft um Jacks Kopf herum ein, horchte und zog die Luft in ihre Nase. Natürlich konnte sie nichts empfinden. Jacks Gedanke – genau wie Gott und dessen Gedanken – war, als ob nichts geschehen wäre. Aber es war etwas sehr Reales erschaffen worden. Gedanken sind sehr real. Jill meinte:

   „Ich gebe auf. Ich glaube, das ist alles nur ein Spiel.“

   „Nein, ist es nicht“, erwiderte Jack. „Eine freundliche Dame in der Bücherei erklärte mir, wie man so etwas wie Gott und die Gedanken verstehen kann. Es ist einfach, ich zeige es dir.

   Zuerst musst du einen Gedanken herstellen, so wie ich es tat, und dann musst du ein Wort finden und dieses damit verbinden. So hat alles angefangen. Die Dame sagte, dass kluge Männer in einem sehr alten Buch geschrieben haben:

   'Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.'

   Ich glaube nicht, dass Gott wirklich in der Welt war. Er muss nur einen Gedanken gedacht und dann das richtige Wort gefunden haben, um es mit dem Gedanken zu verbinden, bevor Er das Wort gesprochen hat.

   Wie auch immer, wir können alle einen Gedanken denken und ein Wort dafür finden. Das Wort, womit du meinen Gedanken hören kannst, heißt 'Blau'. Ich erschuf einen Gedanken über Blau. Nimm deine Buntstifte und zeichne ein blaues Muster auf dein Blatt, dann kannst du meinen Gedanken auch sehen. Aber der blaue Punkt wird schwieriger zu fühlen sein und kann kaum gerochen oder schon gar nicht geschmeckt werden.“

   Jill zeichnete einen blauen Punkt mit ihrem Buntstift. Sie schaute ihn an und fragte dann: „Wenn du an Gott denkst und sprichst das Wort 'Gott' für Ihn aus, kann ich Ihn in einem Bild zeichnen?“

   „Ich habe die Frau mit der Geschichte dasselbe gefragt“, erwiderte Jack. „Sie sagte, dass vor sehr langer Zeit die Ägypter, die die Pyramiden gebaut haben, die wir in unseren Geographiebüchern gesehen haben, versuchten, sich ein Bild von Gott zu machen, so dass sie es in ihre Gräber legen konnten. Aber letztendlich mussten sie einsehen, dass sie sich höchstens einen Schatten als Gott vorstellen konnten. Da die Sonne mit ihrem Licht einen Schatten warf, behaupteten sie, die Sonne stünde für Gott in all ihren Bildern und bilde für Gottes unsichtbaren Körper einen Schatten ab. Sie sagten, Gott habe den Menschen Schattenkörper wie Seinen eigenen gegeben, und die Schatten der Könige seien so königlich, dass ständig ein Diener daneben stünde und darauf achte, dass niemand in des Königs Schatten einträte und er selbst auch nicht auf sich selbst träte; und wenn er in der Sonne spazieren ging, bedeckte ihn ein anderer Diener mit einem Sonnenschirm, damit er auf keinen Schatten treten konnte.“

   „Tut es seinem Schatten weh, wenn man darauf tritt?“, fragte Jill.

  „Ich weiß nicht“, antwortete Jack nachdenklich. „Es könnte sein. Aber die Sonne selbst war noch heiliger als des Königs Schatten. Sie glaubten, sie stünde als realer Gedanke und Wort Gottes – dass sie Gott sei – aber die Frau aus der Bücherei sagte, das sei falsch. Aber, falsch oder nicht, sie dachten normalerweise an Gott und nannten das Wort 'Sonne' oder 'Licht', und somit erhielt Er diesen Namen. Sie nannten Gottes große Macht 'Sonnenlicht'.“

   Jill nahm ihre Schere und Papier. „Wenn Gedanken real sind, mache ich uns zu einem König und einer Königin.“

 

Sie schnitt zwei Kronen aus ihrem Papier und setzte eine auf ihren Kopf und die andere auf Jacks Kopf. „Hallo, Herr König“, lachte sie. „Pass auf, dass du nicht auf deinen eigenen königlichen Schatten trittst und ihn zerstörst. Komm, wir gehen besser auf den Berg zur Quelle und holen Wasser für Mutter.“

  Sie nahmen ihren Eimer und stiegen auf den Berg hinauf. Als die Sonne vor ihnen stand und ihr Schatten beim Gehen hinter ihnen lag, fürchteten sie nicht, daraufzutreten. Aber als sie ihren Eimer gefüllt hatten und den Abstieg antraten mit ihren Schatten vor ihnen, gerieten sie bei dem Versuch, nicht daraufzutreten, ins Stolpern, und Jack fiel hin und zerbrach seine Krone, und Jill stolperte hinter ihm her und stürzte ebenfalls.

   Jack schlotterte, als er Jill aufhob. Quellwasser ist sehr kalt. „Ich weiß nicht“, sagte Jack, „ob mein Schattenkörper – mein wirklicher, nicht nur mein Schatten – nass werden kann; mein normaler Körper wird sicher nass. Wir holen besser noch einen Eimer Wasser und beeilen uns, nach Hause zurückzukehren und in trockene Kleider zu kommen.“

 

Nun wisst ihr, was Jack und Jill damals wirklich passiert war, und wir kehren zurück zu der Geschichte, wie alles entstanden ist. Zuerst möchte ich jedoch vorschlagen, da Gott, Sein Schattenkörper und Seine Sonnenlicht-Kraft ohne den Schatten der Sonne schlecht erklärbar sind, dass wir es dem früheren Nachbarvolk der Ägypter nachmachen. Sie verein- fachten alles und nannten Gott 'Vater'. Und (hier ist ein ganz großes Geheimnis für euch), da sogar Gott ohne Mutter kein Vater sein kann, nennen wir sie in unserer Geschichte 'Mutter'. Auch sie ist zu groß, um vorstellbar zu sein, und auch ihren Schattenkörper kann man nicht sehen, und sie ist sehr stark. Sie ist sehr schön und äußerst freundlich, und sie liebt alles, besonders kleine Babies. Versuche daran zu denken, dass unsere Geschichte nicht ganz wahr ist. Die meisten Geschichten sind teilweise erfunden, und so ist es auch mit unserer.

 

- weiter geht es im Buch -

 


PHILOTHEA-VERLAG

Monika Petry - Bücher und Ebooks