Weisheit der Ka-Hunas, Essener und Urchristen

Paolo Uccello, Episoden aus dem eremitischen Leben

Die Urchristen - von den Essenern bis zu den Wüstenmüttern und Wüstenvätern

Mit dem Begriff  "Urchristentum" oder "Frühes Christentum" wird in der Forschung üblicherweise das Christentum bis ca. 120/130 bezeichnet. Die Evangelien der Bibel sowie die in Qumran und Nag Hammadi aufgefundenen Schriftrollen wurden in dieser Zeit verfasst.

 

Die Urchristen sind die christlichen weiblichen und männlichen Eremiten und Koinobiten, die, ähnlich wie die Essener oder die jüdischen Therapeuten, seit dem 3./4. Jhr. ihren Weg der Nachfolge Christi in der Wüste gesucht haben und das Urchristentum verwirklichten. Sie gründeten die ersten Klöster und protestierten damit gegen die Kirche, die sich in der Zeit nach der Konstantinischen Wende (nach 315 n.Chr.) in eine Hierarchie der Ämter- und Würden verwandelte - was sie bis heute geblieben ist. Sie verweigerten sich den üblichen Formen des bereits verweltlichten kirchlichen Lebens durch die Art ihrer Arbeits-, Gebets-, Fasten- und Bußordnungen sowie ihrer Kleidung. 

 

Die überlieferten Schriften der Wüstenmütter und Wüstenväter, den Koans der buddhistischen Mönche ähnlich, wurden veröffentlicht in:

 

- Weisung der Väter, St. Benno-Verlag, Leipzig, 1976

- Meterikon, Die Weisheit der Wüstenmütter, St. Ulrich Verlag, Augsburg, 2004

- Frauen in der anachoretischen Bewegung Ägyptens, Susanne Schneider (PDF)


Die Apokryphen von Nag-Hammadi

Die Evangelien aus dem Wüstensand

Das bekannteste Evangelium ist:

Das Evangelium nach Thomas

interpretiert von Monika Petry

Philothea-Verlag

ISBN: 978-3-7375-2406-3

Text Buchrückseite:

 

1945 wurde in Nag Hammadi/Ägypten in einem Tonkrug eine koptisch-gnostische Bibliothek entdeckt, die neben weiteren Schriften der Ur-Christen eine Sammlung von 114 Logien (Sprü-chen) Jesu enthielt mit der Bezeichnung „Das Evangelium nach Thomas“. Diese Handschriften reichen mit Sicherheit bis in das 1. Jahrhundert n.Chr. zurück.

 

Monika Petry nennt dieses „Evangelium der Freiheit“ ein Evangelium für die Erwachten, für die Menschen, die sich auf dem spirituellen Weg befinden, für die Erleuchteten, die Gott bereits gerufen hat, aber auch für jene, die sich – wie die meisten – wieder auf dem Rückweg befinden, hinein in das bequeme Leben des Angepasstseins und der vermeintlichen Sicherheit. Sie inter-pretiert die einzelnen Logien gemäß des all-einen Bewusstseins.